So riecht Berlin: Echt dufte!


MyStylery stellt vor: Das Coffee Table Book „DDR limited. Über das Leben und Wohnen am Strausberger Platz und der Karl-Marx-Allee in Ost Berlin.“

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„DDR limited. Über das Leben und Wohnen am Strausberger Platz und der Karl-Marx-Allee in Ostberlin“, Gestalten Verlag, Hardcover, 176 Seiten, 29,90 Euro

Dieses Buch ist eine Zeitreise für alle Architektur-Fans und widmet sich den Gebäuden der Karl-Marx-Allee und damit dem monumentalsten Bauprojekt der damaligen DDR. Faszinierend und toll: „DDR limited“ beinhaltet auch etwas sensitiv Sinnliches: Die norwegische Duft-Expertin Sissel Tolaas appelliert an die Geruchssinne und lässt die Leser durch imprägnierte Seiten den Geruch Berlins von einst und heute erschnuppern.

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Statt an die nüchterne Bauhaus-Tradition hielten sich die Architekten an den sozialistischen Klassizismus, der auch das Stadtbild Moskaus prägte. Hier die „Mokka-Milch-Bar“, Karl-Marx-Allee 35. Foto: Central Berlin, „DDR limited“, ©Skjerven

Als „Schaufenster des Sozialismus“ wurde die Stalinallee nach sowjetischem Vorbild zwischen 1952 und 1958 konzipiert und sollte zum architektonischen Sinnbild des Arbeiter- und Bauernstaates werden. Mit der 1961 in Karl-Marx-Allee umbenannten Stalinallee verdeutlichte die SED eine weitgehende Sowjetisierung Berlins, die auch vor dem Städtebau nicht haltmachte. Die Allee mit dem breiten Grünstreifen wird von markanten sieben bis neun-stöckigen Wohn- und Bürogebäuden eingerahmt und diente dem sozialistischen Berlin auch als repräsentative Aufmarsch- und Paradestrecke.

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Das „Interflor“ Blumenhaus auf der Karl-Marx-Allee 32. Foto: „DDR limited“, ©Skjerven

Neben den historischen Aufnahmen präsentiert der Bildband „DDR limited“ auch die Einrichtungen und Wohnkonzepte der heutigen Bewohner. Obwohl die meisten Wohnungen nur mit zwei bis drei Zimmern ausgestattet sind, wird hier deutlich, wie sich die Klassiker des DDR-Designs mit westlichen Pendants und aktuellen Möbeln kombinieren lassen. Tatsächlich erscheint die Architektur rund um den Strausberger Platz heute modern und ästhetisch – wenn man von dem ideologischen Aspekt der Bauherren absieht – und zählt damit zu den begehrten Wohnlagen Berlins. BvH

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Eines der Turmhäuser am Frankfurter Tor – die als Hommage an die Domkuppeln am Gendarmenmarkt erbaut wurden – beherbergt in seiner 30 Meter hohen Säulenkuppel seit einigen Jahren eine exklusive Stadtwohnung über drei Etagen von je 40 Quadratmetern. Der Kuppelsaal ist zwölf Meter hoch und hat einen umlaufenden Balkon, von dem man einen beeindruckenden Rundblick über Berlin hat. Foto: „DDR limited“, ©Skjerven

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„DDR limited“ ist ein inspirierendes Coffee Table Book der Art-Direktoren André Wyst und Stephan Schilgen mit Fotos von Jens Bösenberg. Das Foto zeigt ein Schicht-Daybed von 1953, Pilastro-Stehleuchte und Aalto Hocker. Gemälde „Neuschwanstein III“ von Arnim Boehm. Foto: „DDR limited“, Central Berlin, ©Skjerven

Infos unter:
www.centralberlin.de

 

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