Wie wäre es mit einem Tee, Guido Maria Kretschmer?


Wer: Guido Maria Kretschmer, Designer und TV-Moderator
Wo: Berlin

Er ist erfolgreicher Modedesigner und avancierte zur Allzweckwaffe des deutschen Fernsehens: Guido Maria Kretschmer, generationsübergreifender Liebling der deutschen TV-Nation. Zurecht: Keiner kann einer Shoppingqueen-Teilnehmerin mit Kleidergröße 46 charmanter und überzeugender erklären, dass die Hose eine Nummer größer noch viel besser aussieht. Einfühlungsvermögen, Glaubwürdigkeit und Authentizität sind Kretschmers einzigartige Instrumentarien. Die Karriere des geborenen Münsteraners begann auf dem Hippiemarkt von Ibiza, wo er seine – auf Mamas Nähmaschine geschneiderten – Glitzerkreationen verkaufte und Udo Lindenberg auf ihn aufmerksam wurde. Von da an ging es bergauf mit dem kreativen Kretschmer, der zudem über einen guten Geschäftssinn verfügt. Er entwarf Berufskleidung für die Konzerne Deutsche Telekom, die Hotels Kempinski und Maritim, Montblanc, Emirates Airlines und den Touristikkonzern TUI. Guido, der Tausendsassa, der Buchautor, Kostümbildner, Werbestar und nun auch noch Taschendesigner für einen amerikanischen Kaugummi-Hersteller. Ich treffe das vielbeschäftigte Multitalent auf einen Tee in seinem Berliner Studio.

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Meet me 4 Tea

MyStylery: Guido, wenn man dich googelt, poppen die unglaublichsten Stichworte auf…
Guido Maria Kretschmer: Ja, was steht denn da so? Ich schaue mir das nie an, denn ich habe immer Angst, dass da etwas steht, worüber ich mich ärgere.
MS: Du wirst unter anderem im Zusammenhang mit Tapeten, Buch, Haar, Parfüm, Kleider und seit neuestem nun ja auch Kaugummi genannt.
GMK: In den USA gibt es kaum einen großen Designer, der nicht schon für Wrigley’s Spearmint entworfen hat. Insofern ist der Auftrag für die „Big Bag“ geradezu eine Ehre. Ich durfte auch schon mal Barbie einkleiden. Was habe ich Barbie und ihre 360 Berufe geliebt! Das ist dann keine Arbeit, sondern echtes Vergnügen.

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Mit einer Thermoskanne Tee , zwei Bechern und in Plauderlaune treffe ich Guido Maria Kretschmer zum Interview

MS: Juror, Moderator mehrerer TV-Shows, Werbestar – Du hast ja schon fast eine Omnipräsenz. Hast Du keine Angst vor Verschleiß?
GMK: So viel ist das alles gar nicht. Man darf dabei nicht vergessen, dass das mein Beruf ist. Das ist mein täglich Brot und ich passe sehr auf, dass ich mich nicht abnutze, auch wenn ich täglich auf Sendung bin. Ich bekomme viele Angebote und könnte Werbung machen, dass die Heide wackelt.
MS: Gibt es Designanfragen oder Werbung, die Du definitiv ablehnen würdest?
GMK: Damenbinden. (lacht)

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Keine Angst vor Omnipräsenz: Designer und TV-Star Guido Maria Kretschmer

MS: Wie wäre es mit einem Tee?
GMK: Wunderbar. Das passt jetzt auch gut zu meinem Heilfasten, was man mir leider nicht ansieht. Was habe in meinem Leben schon Geld fürs Hungern ausgegeben. (lacht)
MS: Ich freue mich immer sehr, wenn ich auf einen begeisterten Teetrinker wie Dich stoße, der sich nicht erstmal zum Wachwerden einen Kaffee bestellt.
GMK: Ich trinke nie Kaffee, immer nur Tee. Ich verzichte allerdings auf schwarzen Tee und bevorzuge Naturtees wie Pfefferminze und Kräutertees. Und ich mag sehr gern Kamille und Verveine. Mein Geheimtipp ist türkischer Apfeltee. Wenn ich Glück habe, bekomme ich morgens eine Tasse frischen Tee ans Bett. Der Abend endet mit einer Tasse Tee. Eigentlich ist mein ganzes Leben Tee.

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„Den Morgen mit einem Greentea beginnen, mag ich sehr. Wenn ich etwas Warmes trinke, dann ist es Tee.“

MS: Ich verzichte auch weitestgehend auf schwarzen Tee …
GMK: Schwarz ist ja auch nicht so gesund. Und verfärbt außerdem die Zähne. Das braucht kein Mensch. Meine Eltern haben mich immer animiert, Guido, trink, trink, trink. Das einzige, was ich an Kaffee mag, ist der Duft. Wenn Frank* sich morgens seinen Kaffee kocht, rieche ich das immer sehr gern.
MS: Was kommt Dir nicht in die Tasse?
GMK: Alles, was nicht biologisch angebaut ist. Ich habe im Flugzeug mal neben einem Teetester gesessen, der mir erzählte, wieviel Chemie in normalen Tees steckt. Da trinke ich doch lieber meinen Ayurvedatee und weiß, was ich in der Tasse habe. Am liebsten natürlich aus einer dünnen Teetasse, darin kühlt der Tee auch schneller ab.

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„Was kommt Dir nicht in die Tasse, Guido?“

MS: Ups, sorry, dass ich Dir den Tee in diesen dicken Becher anbiete…
GMK: Hätte ich das gewusst, hätte ich uns Tassen mitgebracht (lacht). Ich habe zwei sehr schöne Teetassen und im Zweifelsfall trinke ich den Tee auch aus einer Schale, Hauptsache Tee…
MS: Mit Zucker?
GMK: Nein, wenn überhaupt dann Honig. Obwohl ich das Knacken des Kandis gerne höre, wenn der heiße Tee eingeschenkt wird.

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Prost!

MS: Was hältst Du von Detoxen?
GMK: Ach, im Grunde nichts. Es nützt doch nichts, wenn du mit diesen ganzen Mittelchen entgiftest, wenn du deine Seele und dein Herz vergisst und mit dir nicht in Einklang bist. Das größte Gift unserer Zeit ist Dummheit, Unaufrichtigkeit, Gier, Neid – da kommt vieles zusammen. Leider ist dagegen kein Kraut gewachsen.
MS: Meinst Du das jetzt politisch?
GMK: Meine Oma hat immer gesagt, das einzige was im Leben gerecht verteilt ist, ist Dummheit. Ich glaube da ist was dran. Die Leute wollen Falafel oder Sushi essen, aber die Leute, aus deren Ländern die Speisen kommen, die wollen sie nicht. Wir können uns nicht abtrennen vom Rest der Welt. Wir leben in einer Zeit, in der es wichtig ist, durchzuhalten. Die Leute warten monatelang auf ein neues Auto und erwarten, dass innerhalb von ein paar Monaten eine Lösung in der komplexen Flüchtlingsdebatte gefunden wird. Ich denke, es ist unsere Pflicht, uns einzubringen und kollektiv zu sein. Wir würden uns doch auch wünschen, aufgenommen zu werden, wären wir in dieser Situation! Toleranz und Menschlichkeit, gerade in der heutigen Zeit, das fehlt vielen. Übrigens gibt es ja deshalb auch die Fastenzeit, um sich von dem Unguten zu befreien.

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Guido Maria Kretschmer und ich in seinem Berliner Atelier

MS: Hältst Du Dich konsequent an die Fastenzeit?
GMK: Ja immer, die ganze Zeit.
MS: Bist Du katholisch?
GMK: Ja, wenn auch nicht leidenschaftlich. (lacht)
MS: Was machst Du als erstes, wenn die Fastenzeit vorüber ist?
GMK: Ich esse eine Pizza. Eigentlich esse ich nie Pizza, aber seitdem ich faste, denke ich ständig an Pizza mit Sardellen.
MS: Und wieviel hast Du schon abgenommen?
GMK: Ich gehe nicht auf die Waage, aber mein Ziel ist es, wieder in meinen kleinsten Blazer zu passen.

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„Ich bin super gemacht für Entspannung“, sagt Guido Maria Kretschmer. Nach dem entspannten Interview glaube ich das sofort!

MS: Ich drück‘ Dir die Daumen. Bist Du denn so ein Leckermaul?
GMK: Oh ja (lacht). Alles Gebackene schön mit Butter obendrauf, mehr brauche ich nicht. Ich kaue und schlucks runter. Ich kaue einfach zu und zu gerne. Gott sei Dank esse ich ja auch Karotten. Essen entspannt mich. Leider esse ich oft spät am Abend und damit zur falschen Zeit.
MS: Kannst Du Dich bei all dem Trubel denn überhaupt noch entspannen?
GMK: Ich bin super gemacht für Entspannung, liebe das Land und meinen Bauernhof, bin im Garten unterwegs mit unseren drei Hunden. Ich lese viel und mache auch gern Wochenendtrips. Gerade waren wir in Einthoven, in Liège und in Budapest. Frank sagt immer, es ist so schön, wenn wir dort durch die Straßen und Geschäfte laufen und ich aufrecht gucken kann, weil ich nicht erkannt werde. Im Berliner KaDeWe ist das nicht mehr möglich. BvH

*Der Maler Frank Mutters ist der langjährige Lebenspartner und Ehemann von Guido Maria Kretschmer

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Gewinne die „Big Bag“ – der perfekte Begleiter für’s Wochenende, Strand, Shopping! Design: Guido Maria Kretschmer

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Kontakt Guido Maria Kretschmer:

www.guidomariakretschmer.de

Fotos: Matthias Nareyek

 

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There are 2 comments for this article
  1. Patrick at 19:30

    Liebe Birgit, leider habe ich es jetzt erst geschafft den Artikel zu lesen, aber wie immer ein Genuss… Sehr gelungen!
    Lieben Gruß in die Hauptstadt

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