Ein perfekter Tag in Wien IV


Was: Lieblingstipps für Sightseeing, Restaurants, Things to do – Teil IV
Wo: Wien, Österreich

Eine Portion Weihnachtsgefühl gefällig? Dann auf nach Wien!

Verlässlich im Dezember kommt nun der vierte Wien-Teil mit Tipps und Inspirationen für ein perfektes Wochenende in Wien – nicht nur zur Weihnachtszeit. Meiner Begeisterung für die Stadt Wien habe ich auf MyStylery schon mehrfach herausgejubelt – aber habe ich mich zuvor schon als Fan der legendären Sisi geoutet?

Elisabeth von Österreich mit offenem Haar. Dieses Portrait von 1846 des Malers Franz Xaver Winterhalter liebte Kaiser Franz Joseph ganz besonders

Ich glaube, es gibt kaum ein Buch und Abhandlung über die mystische Kaiserin Österreichs, was ich nicht gelesen hätte. In diesem Zusammenhang sei übrigens das Buch „Elisabeth. Kaiserin wider Willen“ der Autorin und Historikerin Brigitte Hamann als kenntnisreiche und berührende Biografie zu empfehlen. Nicht nur für Sisi-Fans ist die Besichtigung der Sisi-Apartments in der Hofburg daher ein unabdingbares MUSS. Neben den Privatgemächern Kaiser Franz Josephs I. führt die Tour (unbedingt mit Audio-Guide!) u.a. durch das Schlafgemach Sisis, mit ihrem Bett im Zentrum und dem Schreibtisch, an dem viele ihrer wehmütigen Gedichte entstanden. Gleich daneben grenzt Sisis Salon, in dem neben diversen persönlichen Gegenständen auch ihre Turngeräte zu sehen sind sowie der Frisiertisch, an dem die bodenlange Haarpracht der Kaiserin täglich drei Stunden gepflegt und frisiert wurde. Die Tour durch die Kaiserapartments beinhaltet auch einen Rundgang durch die beeindruckende Silberkammer, in der es hunderte von vergoldeten Kandelabern, Servicen und Tischaufsätzen zu bewundern gibt. Für mich war dieser Besuch ein echtes Highlight und die Erfüllung eines Herzenswunsches.

Vergoldete Terrinen in der Silberkammer der Hofburg…

…und Tafelaufsätze in üppigem Dekor

Ich hatte auf Nummer sicher gehend die Museum-Tickets (wie immer) online gekauft, aber für Silberkammer und Sisi-Apartments wäre das nicht notwendig gewesen. Der Andrang hielt sich durchaus in Grenzen. Fotografieren war übrigens nicht gestattet – deshalb findest Du hier nur Fotos aus der Silberkammer. Apropos Ausstellung: Die Albertina wartet alljährlich mit einer besonderen Sonderausstellung auf. Noch bis zum sechsten Januar 2019 werden über 100 Werke meines Lieblingsimpressionisten, dem Maler Claude Monet gezeigt. Dazu demnächst mehr hier auf MyStylery.

Noch bis 6. Januar 2019: Die umfassende Ausstellung mit 100 Werken Claude Monets

Vorzugsweise reise ich ja gerne in der Weihnachtszeit in die Donaumetropole. Meiner Meinung gibt es kaum eine Stadt mit einer beeindruckenderen Weihnachtsbeleuchtung. Ein Lichterglanz, der sich über der gesamten Inneren Stadt ausbreitet. Hinzu kommen die Weihnachtsmärkte, die allein schon aufgrund der malerischen Kulissen einen Besuch wert sind. Neben meinem Lieblingsmarkt am Spittelberg habe ich dieses Jahr den Biobauernmarkt an der Freyung vis-à-vis der historischen Ferstel-Passage inspiziert – und für gut befunden, denn das Angebot unterscheidet sich mit den diversen, ausstellenden Gewerken deutlich von dem der anderen Märkte.

Punsch-Stand auf dem Biobauernmarkt an der Freyung vis-à-vis der historischen Ferstel-Passage

Zum Frühstücken gings ins Restaurant Erich im siebten Bezirk, wo man unter altem Gewölbe täglich bis 16 Uhr aus einer reichhaltigen Frühstückskarte wählen kann. Serviert wird köstliches Brot vom stadtbekannten Qualitätsbäcker Joseph Brot. Sehr zu empfehlen sind die Eierspeisen „Rise and Shine“, die man sich selbst zusammenstellt. Den „Süßen Erich“ hingegen werde ich nicht nochmal nehmen, da Mini-Kaiserschmarrn und Powidl eher trocken ausfielen. Am Abend ging‘s dann zum Dinner in die Spelunke, ein angesagtes Restaurant im zweiten Bezirk mit dem Motto „Außen hart, innen wild“. Trotzdem hat die Spelunke ziemlich enttäuscht: Unterdurchschnittlich motivierter, unaufmerksamer Service, einhergehend mit einer eher mäßigen Essensqualität. Das „Spicy Pad Thai“ war eine recht laue Nummer, der Steckerlfisch ging gerade noch – mit reichlich Olivenöl. Da nützt auch das schöne Ambiente nichts.

Gelungenes Interior im Restaurant Spelunke

Unvorstellbar wäre für mich ein Wien-Besuch ohne mir im Hotel Sacher ein Stück der gleichnamigen Torte zu gönnen – natürlich mit Schlagobers – Schlagsahne, die in Wien niemals aus einer Sprühdose käme, sondern immer aus frischer Sahne geschlagen wird! In der Café-Institution Wiens, dem Hawelka, gibt es nicht nur eine köstliche heiße Schokolade. Das Salon-Ambiente war dieses Jahr der Rahmen für ein schönes Treffen mit meiner österreichischen Instagram-Freundin Susanne. Bereits unsere zweite Begegnung im „Real Life“ und außerhalb der Social Media World. Da sage doch einer, IG-Friends seien nur virtuell und oberflächlich.

Ach Wien, du Schöne – leider schon wieder im verregneten Berlin angekommen, aber wissend, ich komme wieder – sag‘ ich beim Abschied stets leise Servus.  BvH

Freundinnen nicht nur auf Instagram: Susanne und ich

Restaurant Erich im siebten Wiener Bezirk

Statt des „Süßen Erich“…

…besser Eierspeisen nach Wahl bestellen: „Rise and Shine“

Ein Abstecher ins Hotel Sacher ist ein MUSS

Witzige Wandbilder im Restaurant Spelunke…

…mit leider nur mäßigen Speisen. Hier der Steckerlfisch

Strahlend in Szene gesetzt: Perfekt gewachsene Christbäume in der Inneren Stadt zu Luxuspreisen: Eine zwei Meter Edeltanne kostet hier locker 300 Euro

Manchmal sind die einfachsten Dinge die köstlichsten: Heiße Maroni und Bratkartoffeln auf dem großen Christkindlmarkt am Rathaus

Das Amerlingbeisl im siebten Bezirk : Punsch- und Gourmet-Geheimadresse im Hinterhof

So schön: Schloss Schönbrunn und der weitläufige Park – auch im Winter eine Augenweide

Die österreichische Nationalbibliothek zur blauen Stunde

Die Hofburg in Wien…

…wo ich das Glück hatte, eines der Edelpferde der Hofreitschule zu erspähen!

Gediegen shoppen oder auf ein Käffchen in die historische Ferstel-Einkaufspassage

Wien: Das Eldorado für Antiquitäten-Freunde …

…hier das berühmte Kunst-und Auktionshaus Dorotheum

Wie schön, dass es in Wien immer noch die K. und K. – kaiserlich königlichen – Traditionsgeschäfte gibt

Wien – eine Perle der Architektur…

…mit beeindruckenden Barock-Fassaden…

…und kunstvollen Details

Nach dem Kunstgenuss in der Albertina bietet sich eine kleine Teepause im Jugendstil-Ambiente des nahegelegenen Palmenhauses an

Steht jedes Jahr auf dem Spielplan: Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium – hier im Wiener Konzerthaus mit den Wiener Symphonikern und der Wiener Singakademie

Tipp: Nach den Konzerten im Wiener Konzerthaus sind Taxis Mangelware. Entweder vorbestellen oder auf einen gemütlichen Absacker in die elegante Bar des fußläufig gelegenen Hotels Imperial: Cheers!

Mehr Wien– und Reisetipps findest Du hier.

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