Dubai, Hotspot im Mittleren Osten, Teil II


Was: Persönliche Lieblings-Tipps und Things to do, Teil II
Wo: Dubai, Vereinigte Arabische Emirate (VAE)

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Nicht nur die Wolkenkratzer Dubais versetzen mich in Staunen, die Architektur der Wüstenstadt ist einfach nur spektakulär. Unten rechts im Foto die hellerleuchtete Dubai Mall, in der es neben über 1.000 Geschäften auch eine Eislaufbahn gibt

Willkommen in Dubai, der Stadt der absoluten Superlative, denn hier ist alles groß, größer, am größten: Der welthöchste Wolkenkratzer, die weltgrößte Shopping Mall, dem weltgrößten Aufkommen an Luxushotels und Luxusautos. Die einstige Wüstenstadt ist heute die größte Metropole der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), mit einer Skyline, die von mehr als 150 Wolkenkratzern internationaler Architekten dominiert wird. Dubai, der Hotspot des Mittleren Ostens, mit jährlich 16 Millionen Touristen. Nach dem Motto: Tschüß Winter, hallo Summer, entfliehen die Reisenden dem europäischen Winter, um Badeurlaub mit Power-Shopping zu verbinden. Nachdem ich in Teil I meines Dubai-Abenteuers über Downtown, die Souks und Sightseeing-Highlights sowie die Kunstszene und die schönsten, öffentlichen Strände berichtet habe, erzähle ich in Teil II über meine Wüstensafari , die Kunstinsel The Palm und eines der schönsten Hotels am Persischen Golf. Aber der Reihe nach…

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Auf dem Außenring der „The Palm Jumeirah“ – der palmenförmigen Kunstinsel Dubais – befindet sich das Resort Atlantis, ein 50 Hektar großer Vergnügungskomplex

Wer nicht auf der vier Kilometer langen, 560 Hektar großen Halbinsel The Palm Jumeirah residiert, sollte auf jeden Fall einen Ausflug auf das 2001 aufgeschüttete Areal einplanen. Hier reihen sich private Villen und Fünfsterne-Hotels aneinander wie Perlen an der Schnur – die Zimmer in der Hauptsaison (November bis April) ab 300 Euro aufwärts!

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Die spektakuläre Architektur wurde vom italienischen Designbüro Antonio Citterio realisiert mit einer filigranen Fassade, die an Korallen erinnert

Das edelste und schönste Hotel Dubais ist meiner Meinung nach das Ende 2017 eröffnete Luxushotel Bulgari Resort mit exzellenten Restaurants und einem außergewöhnlichen Spa. Statt Glitzer und Bling-Bling erwartet den Gast hier dezentes, modernes Design in warmen Farben und Materialien. Die insgesamt 101 Zimmer sind mit hochwertigen Details ausgestattet, wie Cashmereplaids, Schuhspannern aus Zedernholz und einer großen Bulgari-Strandtasche. Selbst an eine Yogamatte wurde gedacht, was ich als Yogafan sehr zu schätzen weiß. Absolutes Highlight sind die 20 edlen Villen, die die Bucht mit ihrem Privatstrand säumen. Sie verfügen neben einem Butlerservice über eigene Pools, eingebettet in uneinsehbare Gärten. Am feinsandigen Strand kann der Gast private Pavillons buchen, die ausgestattet sind mit kleinem Bad, Bar, Handtüchern, Sonnenschutzmitteln und was man sonst noch für einen angenehmen Tag am Beach benötigt. Wer hat und will, legt im Bulgari Resort mit dem eigenen Schiff an, denn das luxuriöse Fünf-Sterne-Plus-Hotel verfügt über einen eigenen Jachthafen und -Club. (Deluxe-Zimmer mit Strandblick ab 890 Euro pro Nacht).

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Die Suiten und Villas sind in warmen Farbtönen und edlen Materialien gehalten: Unter dem Bett ein  marrokanischer Beni Ourain-Teppich, auf dem Bett ein Bulgari-Cashmereplaid

Mein schönstes Dubai-Abenteuer: Eine Sunset-Safari in die „Red Dunes“ (Dinner-Safari: 70 Euro pro Person über Arabian Adventures). Mit einem Geländewagen geht’s durch die rotsandige Wüste Dubais mit Stopps vor traumhafter Dünenlandschaft. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang mit einer XXL-Sonne am flirrenden Firmament wird ein Aperitif serviert, bevor es mit dem Jeep weiter geht über die teils steilen und schwindelerregenden Wüstenhänge. Ich habe Glück und sehe unterwegs Kamelherden, Gazellen und Onyxe. Der Abend endet in einem Beduinencamp bei köstlichem Barbecue, Kamelritt und – wer mag – einem Henna-Tattoo. Faszinierend ist der Sternenhimmel über der Wüste, ein Glitzern und Funkeln, so unvergleichlich und intensiv, dass man den Blick nicht abwenden möchte.
Dubai ist eine Stadt der Gegensätze, unübersehbar und kritisch ist der gesellschaftspolitische Widerspruch. Und trotzdem ein Märchen aus 1001 Nacht, das fasziniert. BvH

Tipp Dubai:

Kann man sich Dubai auch als Normalverdiener leisten? Durchaus – gewusst, wie: Wer Temperaturen von 30 Grad plus verträgt, sollte seine Reise ab Ende April planen. Ich habe Dubai im Mai – während des moslemischen Fastenmonats Ramadan* – besucht und eine entspannte Metropole erlebt, in der trotz religiös bedingter Einschränkungen Touristen kaum Unterschiede wahrnehmen. Geschäfte und etliche Restaurants sind auch tagsüber geöffnet, in den Hotels wird Alkohol ausgeschenkt, wobei ein Wein schnell 15 oder 20 Euro kostet – pro Glas. Übernachtungen in den Luxushotel gibt’s für die Hälfte und an den Sightseeing Highlights kaum Wartezeiten. (*Ramadan 2020 vom 24. April bis 24. Mai)

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Ich auf einer Sanddüne während der „Sundowner Dune Dinner Safari“ mit Arabian Adventures. Einer perfekten Wüstentour, allerdings ist das sogenannte „Dune Bashing“ nicht jedermanns Sache

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Über zwei Drittel der Vereinigten Arabischen Emirate werden von den nördlichen Ausläufern der Großen Arabischen Wüste (Rub al-Chali) eingenommen

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Ein Sundowner vor außergewöhnlicher Kulisse… Die Stille und die Weite der Red Dunes-Wüste haben mich dabei am meisten beeindruckt

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Mit einem üppigen Barbecue in einem den Beduinenlagern nachempfundenen Zeltcamp endet die Wüstentour…

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…zuvor gibt es noch eine traditionelle Tanzvorführung, die während des Ramadans übrigens ausschließlich von Männern dargeboten wird…

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Die Kamelherde des Camps…

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…wo ich gleich mit einem der Kamele auf Kuschelkurs gegangen bin…

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…hier mein neuer Freund nochmal im Profil; Man beachte die unglaublich langen Wimpern!!!

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Zu guter letzt gab’s noch ein Henna-Tattoo. Es hielt übrigens sechs Wochen. Da sollte man vorher überlegen, wo das Tattoo platziert wird und ob’s zu Hause in den Alltag bzw. zum Job passt

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Das Bulgari Resort Dubai auf einer privaten, dem Jumeirah Beach vorgelagerten Halbinsel

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Die Beachpavillons im Bulgari Resort erinnern an asiatische Safari-Zelte und sind jeweils mit kleinem Bad, Kitchenette, Handtüchern etc. ausgestattet

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Blick vom Balkon einer Suite auf den hoteleigenen Strand mit Dubais Skyline und dem herausragenden Burj Khalifa im Hintergrund

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Eine von 20 exklusiven Villen mit eigenem Pool sowie Butlerservice. Mehr geht nicht…

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Genau mein Ding: Die Räume der Villen und Suiten sind mit italienischen Designer-Möbeln u.a. von Maxalto, Flos und Flexform ausgestattet und sorgen für bequemen Komfort und Behaglichkeit

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Aufmerksame und liebevoll zubereitete Köstlichkeiten zu einem ganz persönlichen Jubiläum: Ich war gerührt

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Nochmal der Blick auf meine eigene Poolterrasse, wo es sich herrlich auf Liegen und Loungern von B&B Italia relaxen lässt

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Luxus pur: Der private Infinity-Pool der 540 Quadratmeter großen Präsidenten-Villa. Da lässt sich’s aushalten…

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Behütet unter einem Korallen-Baldachin: Der 1.700 Quadratmeter große Spa-Bereich mit komfortablen Outdoor-Daybeds und Blick auf’s Meer

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Im Spa erwartete mich nach einer entspannenden Massage die nächste Überraschung… Wodurch mein Aufenthalt im Bulgari Resort Dubai unvergesslich bleiben wird

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Auf dem Weg nach Downtown geht’s vorbei an der für Dubai typischen, futuristisch inspirierten und wegweisenden Architektur

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Von der Kunstinsel The Palm sehe ich auf die Küste und das berühmte, segelförmige Hotel Burj Al Arab, dem Wahrzeichen Dubais. Wer dort in einer Deluxe-Suite übernachten möchte, muss 1.600 Euro berappen – pro Nacht versteht sich

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…Ich gönne mir im Burj Al Arab Drinks und Dinner. Mit einer Reservierung hat man hier Zugang, der sonst nur Hotelgästen vorbehalten ist. Tipp: Auf einen Sundowner in die „Skybar“ im 27. Stock…

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…gefolgt von einem Dinner im Unterwasser-Restaurant Al Mahara. Hier ist alles einfach nur wow, inklusive der Preise…

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…und der Begegnung mit beeindruckenden – und teils recht furchterregenden – Meeresbewohnern. Der sensationelle Anblick auf die Unterwasserwelt mit ihren Rochen, Haien usw. ist immerhin gratis

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Freitagnacht ist in Dubai die Nacht der Nächte und es wird gefeiert. Im angesagten In-Restaurant Zuma schlemmt man asiatisch-europäische Gerichte. Ein Wagyu-Steak kostet hier 215 Euro, das köstliche Desert 20 Euro. Die Flasche Rosé-Wein 125 Euro. Dagegen war mein Cosmopolitan-Cocktail für 15 Euro fast noch preiswert. 😉 Man lebt nur einmal:  أنت تعيش مرة واحدة فقط

Bis bald in Dubai:

Das nächste Dubai-Highlight ist die Weltausstellung Expo von Oktober 2020 bis April 2021

Weitere Reisegeschichten liest Du hier.
Teil I über mein Dubai-Abenteuer mit vielen weiteren Reisetipps findest Du hier.

There are 2 comments for this article
  1. Mumbai
    at 21:27

    Leider kann ich die Begeisterung fuer diese Laender (inkl. Dubai) aus vielen Gruenden nicht teilen.
    Ich finde es ist steriler Luxus. Aber ich freue mich fuer dich, dass Du ein besonderes Ereignis
    dort feiern konntest.

    • at 12:29

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Wie Du schon bemerktest, hatte die Reise für mich einen persönlichen Hintergrund, was aber (m)eine kritische Haltung nicht grundsätzlich ausschließt.

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